Teil II · 4/20 · Lyrik

Poesie: von Wapzarow bis heute

Verse aus dem Gefängnis, vom Meer und aus dem späten Sozialismus.

≈ 1 Min. Lesezeit

Nikola Wapzarow (1909–1942)

Schiffsingenieur, Dichter und Kommunist. Sein einziger Gedichtband „Motorenlieder“ (Моторни песни) erscheint 1940. 1942 wird er in Sofia erschossen. Sein letztes Gedicht entsteht wenige Stunden vor der Hinrichtung und gehört zu den stärksten Texten der bulgarischen Poesie.

Blaga Dimitrowa (1922–2003)

Dichterin, Romanautorin und am Ende ihres Lebens Vizepräsidentin Bulgariens (1992–1993). Ihre Gedichte über die Freiheit des Einzelnen und das Recht auf eigenes Denken werden in den 1980er Jahren besonders viel gelesen.

Christo Fotew (1934–2002)

Der Dichter des Meeres aus Burgas. Seine Liebesgedichte werden am Strand von Burgas öfter rezitiert, als der Wetterbericht zu hören ist.

Weitere Namen, die man lesen sollte

  • Walerij Petrow – Dichter, Dramatiker, Shakespeare-Übersetzer. Autor der „Fünf Märchen“ (Пет приказки) und Drehbuchautor von „Ritter ohne Rüstung“ (Рицар без броня).
  • Konstantin Pawlow – düster, grotesk, mit sehr schwarzem Humor.
  • Iwan Dinkow – das Dorf und die Zeit in kristallklaren Versen.
  • Boris Christow – ein moderner Klassiker, ruhig und tiefgründig.
  • Georgi Gospodinow – ja, er hat als Dichter angefangen. „Lapidarium“ und „Die Kirsche eines Volkes“ (Черешата на един народ) zeigen, dass der Romanautor zuvor Dichter war.
Unter uns gesagt

In Bulgarien hat fast jeder mindestens ein Gedicht geschrieben, meist mit 16, meist für jemanden, der es nie gelesen hat. Deshalb haben die Dichter hier ein großes und verständnisvolles Publikum.

Die vollständigen Texte lesen (auf Bulgarisch): Anthologie: Nikola Wapzarow

Diese Texte wurden mit umfangreicher Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt – dazu Liebe, Kaffee und Selbstironie – und von einem Menschen geprüft. Über KI, Quellen und Rechte →
Zuletzt überarbeitet: Oktober 2026