Teil II · 9/20 · Prosa und Roman

Humor und Satire

Wie bulgarische Schriftsteller über die Obrigkeit, die Nachbarn und vor allem über sich selbst lachen.

≈ 1 Min. Lesezeit

Aleko Konstantinow (1863–1897)

„Bai Ganju“ (Бай Ганьо) ist die bekannteste bulgarische Literaturfigur – ein Rosenölhändler, der durch Europa reist und sich überall wie zu Hause benimmt. Viele sagen, Bai Ganju sei gestorben. Andere begegnen ihm jeden Tag am Flughafen. Aleko schrieb auch Feuilletons und das Reisebuch „Nach Chicago und zurück“ (До Чикаго и назад).

Tschudomir (1890–1967)

Mit bürgerlichem Namen heißt er Dimitar Tschorbadschijski. Ein Maler und Schriftsteller aus Kasanlak, der mit unendlicher Gutmütigkeit von den Menschen seiner Heimat erzählt. Die Bände „Unsere Leute“ (Нашенци) und „Ich bin nicht von denen“ (Не съм от тях) eignen sich ideal zum Vorlesen – besonders bei Familientreffen.

Radoj Ralin (1923–2004)

Der Dichter des Epigramms und des scharfen Wortspiels. Sein Band „Scharfe Paprika“ (Люти чушки, 1968) wurde von der Zensur gestoppt – die beste Werbung, die ein Buch eines Satirikers bekommen kann.

Stanislaw Stratiew (1941–2000)

Dramatiker und Erzähler des Absurden im Alltag. Das Stück „Das römische Bad“ (Римска баня) – über eine Wohnung, unter der ein antikes Bad entdeckt wird – ist die bulgarische Version von „Wie die Bürokratie die Archäologie besiegte“.

Der Volkshumor

Hitar Petar – der ewige Schlaumeier der Volksmärchen, der stets den Reichen, den Popen und den Kadi überlistet. Über ihn und seinen Rivalen Nasreddin Hodscha lesen Sie im Teil „Kurioses“.

Unter uns gesagt

In Bulgarien ist die Satire das gefährlichste Genre. Nicht wegen der Zensur, sondern weil jeder Leser sicher ist, dass es um seinen Nachbarn geht.

Diese Texte wurden mit umfangreicher Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt – dazu Liebe, Kaffee und Selbstironie – und von einem Menschen geprüft. Über KI, Quellen und Rechte →
Zuletzt überarbeitet: Oktober 2026